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Frau und Sport

Durch die Entwicklung und die Etablierung des Frauensports besonders in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind frauenspezifische Themen in der Sportmedizin relevant geworden. Frauen starten heute in nahezu allen olympischen Disziplinen und tragen in fast allen Sportarten Meisterschaften und Wettkämpfe aus.

Durch die gesellschaftspolitischen Veränderungen und die Professionalisierung des Frauensports sind einerseits geschlechtsspezifische Aspekte des Trainings in den Vordergrund getreten, was zu einer steilen Leistungsentwicklung geführt hat, andererseits kommt es vermehrt zu sportspezifischen Verletzungen und es treten endokrine Störungen auf, die eine große sportmedizinische Relevanz haben.

Für das Verständnis der unter-schiedlichen Leistungsfähigkeit von Männern und Frauen ist die Kenntnis der anatomischen, physiologischen und konstitutionellen Unterschiede von Bedeutung.

In der Vergangenheit waren es vornehmlich gesellschaftspolitische Gegebenheiten und Ideologien, und die dadurch geprägten Geschlechtsstereotypen, die die sportliche und leistungssportliche Entwicklung von Frauen behinderten. Heute ist der Blick auf die genetisch bedingten Unterschiede in Organfunktion und Körperbau gerichtet.

Die Unterschiede zwischen Frauen und Männer stellen keine Überlegenheit des einen Geschlechts über das Andere dar, sondern sind Ausdruck der biologischen Aufgabenverteilung zur Erhaltung der Spezies. Wenn im Folgenden geschlechtsspezifische Merkmale gegenübergestellt werden, geschieht dies um Bezugswerte zur Orientierung anzuführen.

Frauen aller Bevölkerungsgruppen und Altersstufen beteiligen sich heute in zunehmendem Maße in nahezu allen Sportarten am Breiten- und Leistungssport.

Der Sport hat in allen Lebensphasen der Frau eine präventive Bedeutung. Der Sport kann wesentlich zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens, sowie zur Verwirklichung der Persönlichkeit beitragen. Frauenspezifische Besonderheiten im Zusammenhang von Bewegung / Sport und Gesundheit stehen in enger Verbindung mit spezifischer hormoneller Veränderungen in den einzelnen Lebensabschnitten.