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Sport und Stress-/Harninkontinenz

Die Harninkontinenz, im allgemeinen auch als Blasenschwäche bekannt, hat sich zu einer Volkskrankheit in den westlichen Industrieländern entwickelt.


Bei der Harninkontinenz handelt es sich um eine myogene oder neurogene Insuffizienz des Sphinktermechanismus oder eine Detrusordysfunktion, d.h. eine Störung der Harnsammel- und Entleerungsfunktion, die willentlich nicht beeinflusst werden kann.


Prävalenz

Die Harninkontinenz ist zu 90% erworben und selten angeboren. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Der/ie klassische Patient/in ist weiblich, übergewichtig, hat 3 Kinder auf normalem Weg geboren und befindet sich in der Postmenopause.

Das Risiko steigt mit zunehmendem Lebensalter.

Während bei Männern das Problem der Inkontinenz überwiegend mit zunehmendem Alter eine Rolle spielt, sind Frauen jeden Alters betroffen.

Zusätzlich kann die Blasenschwäche durch die Kombination mit dem Auftreten gesundheitlicher Veränderungen ausgelöst werden.

Die Harninkontinenz ist also kein alleiniges Problem älterer Frauen. Es werden zunehmend jüngere Sportlerinnen mit dem Thema Stressinkontinenz konfrontiert, oftmals nach Geburten oder in Folge eines Hormonmangels. Für die meisten Betroffenen ist es nicht nur ein überwiegend medizinisches, sondern zusätzlich ein enormes soziales Problem. Tipps, wer einem helfen kann gibt es hier (1).

Aus Gründen der Schamhaftigkeit wird dieses Thema allgemein, besonders auch im Zusammenhang mit Sport tabuisiert.

Risikogruppen für die Entwicklung einer Inkontinenz