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Menopause und Klimakterium

Die Wechseljahre oder auch Klimakterium stellen die Übergangsjahre von der Geschlechtsreife bis zum Senium der Frau dar. In diesen Zeitraum kommt es zur Menopause.

Menopause: Der Begriff Menopause wird definiert als die letzte von den Eierstöcken (Ovarien) gesteuerte Menstruation der Frau.

Das durchschnittliche Menopausenalter liegt in den westlichen Ländern bei 52 Jahren. Dabei kann die Menopause nur retrospektiv nach einem 12monatigen Ausbleiben der Menstruationsblutung bestimmt werden. Medizinisch wird das Klimakterium in 3 Phasen unterteilt:

  • Prämenopause,
  • Perimenopause und
  • Postmenopause.

Die Dauer der Wechseljahre ist individuell verschieden, erstreckt sich aber meist über einen Zeitraum von etwa 10 Jahren.

Symptomatik

Etwa ein Drittel aller Frauen zeigen keine Symptomatik, bei einem weiteren Drittel kommt es subjektiv zu vegetativen Beschwerden und das letzte Drittel muss sich aufgrund starker Beschwerden behandeln lassen.

Primäres therapeutisches Mittel ist dabei eine Hormonsubstitution, wobei hiermit aufgrund des in den letzten Jahren bekannt gewordenen erhöhten Krebsrisikos eher zurückhaltend umgegangen wird. Regelmäßige sportliche Betätigung hat sich ebenfalls als effektives alleiniges oder kombiniertes Therapiemittel etabliert.

Während des Klimakteriums können zahlreiche hormonelle, körperliche und psychische Veränderungen auftreten, wie:

  • Zyklusstörungen bis zum völligen Ausbleiben der Regelblutung,
  • Hitzewallungen,
  • Depressionen sowie Schlafstörungen,
  • Atrophie der Vaginaschleimhaut,
  • Reduktion des Brustvolumens,
  • Stressinkontinenz,
  • Knochenschwund ,
  • Abnahme der Hautdicke,
  • Anstieg der Blutfette und der Thrombozytenaggregation sowie
  • Arteriosklerose.

Ursache

Ursache für diese psychisch-vegetativen und somatischen Symptome ist die Abnahme der Östrogenproduktion durch einen Alterungsprozess der Ovarien.

Das Keimparenchym des Ovars wird während der Geschlechtsreife weitgehend verbraucht.

Nach der Menopause sind nur noch wenige Primordialfollikel vorhanden. Die Östrogenproduktion wird zunehmend geringer und dann ganz eingestellt.

Da die Ovarien in dieser Phase keine Östrogene noch Inhibin mehr sezernieren, entfällt die negative Rückkopplung auf das Zwischenhirn und die Hirnanhangdrüse.

Die Folge ist ein so genannter hypergonadotroper Hypogonadismus mit einer verstärkten Ausschüttung von FSH und LH aus dem Hypophysenvorderlappen (HVL ).

Das Defizit an den weiblichen Geschlechtshormonen hat zahlreiche Auswirkungen auf die klassischen Zielorgane wie Gebärmutter, Scheide und Brustdrüsen.

Aufgrund der vielfältigen Wirkungen der Östrogene sind aber auch das Skelettsystem, das kardio-vaskuläre System, der Stoffwechsel, das zentrale Nervensystem und der urogenitale sowie gastrointestinale Trakt betroffen.


Alle im Klimakterium auftretenden Symptome lassen sich auf die hormonellen Veränderungen zurückführen.