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Geburtsvorbereitungskurse und Schwangerschaftsgymnastik

Geburtsvorbereitungskurse

Die meisten Schwangeren nehmen, häufig mit ihrem Partner, an einem Geburtsvorbereitungskurs teil. In diesen Kursen werden neben aufklärenden Gesprächen über Beschwerden in der Schwangerschaft und den Ablauf der Geburt verschiedene Entspannungs- und Atemtechniken einstudiert. Inhaltliche Schwerpunkte bilden gymnastische Übungen, die folgende Ziele verfolgen:

  • Linderung von Beschwerden während der Schwangerschaft
  • Verbesserung der körperlichen Fitness für die bevorstehende Geburt sowie
  • Angst- und Stressabbau.

Geburtsvorbereitungskurse sollten im 6., spätestens im 7. Monat der Schwangerschaft begonnen werden.


Üblicherweise dauern die Kurse 10-12 Wochen und werden von den Krankenkassen bezahlt.

Schwangerschaftsgymnastik

Die Schwangerschaftsgymnastik soll den Körper der Schwangeren durch leichtes Training leistungsfähiger machen. Die Geburtsdauer soll dadurch verkürzt und der Einsatz von Schmerzmitteln (z.B. Rückenmarksnarkose oder PDA) reduziert werden.

Viele Schwangerschaftsbeschwerden lassen sich mittels gezielte Übungen behandeln oder beugen diesen bereits vor. Außerdem ist eine gewisse Fitness ein Vorteil für die Anforderungen bei der Geburt.

Hauptziele sind:

  • Kräftigung der Rückenmuskulatur,
  • Entlastung des Bindegewebes der Beine (Vorbeugung von Krampfadern)
  • Erlernen des gezielten Entspannung des Beckenbodens, damit der Geburtskanal vom Baby besser passiert werden kann,
  • Kräftigung der Unterleibsmuskulatur,
  • Verbesserung des Körpergefühls,
  • Schulung der Körperwahrnehmung und
  • allgemeine Entspannung.

Neuerdings werden zunehmend Vorbereitungskurse angeboten, die mittels alternativer Techniken wie Geburtsvorbereitung im Wasser, Bauchtanz und Yoga Schwangere ansprechen wollen.

Welcher Kurs von der Schwangeren gewählt wird, bleibt ihr überlassen. Sport für Schwangere soll vor allem Spaß machen.

Zu den wesentlichen Übungen bei der Schwangerschafts- und Rückbildungsgymnastik gehört das Beckenbodentraining. Außerdem sind Übungen für das Herz-Kreislauf-System, den Rücken, die Brustmuskulatur und die Nacken- und Schulterpartie sinnvoll.

Die Kosten der Schwangerschaftsgymnastikkurse werden nicht von den Krankenkassen übernommen. Bei medizinischen Problemen während der sportlichen Betätigung sollte sofort eine gynäkologische Abklärung erfolgen.

Quelle: Techniker Krankenkasse (5)