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Sport und Prämenstruelles Syndrom

Definition des prämenstruellen Syndroms (PMS)

Während der Lutealphase können Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwere- oder Spannungsgefühl der Brust, Wassereinlagerungen und Reizbarkeit bis hin zu depressiven Verstimmungen auftreten. Diese Beschwerden werden im Symptomenkomplex des prämenstruellen Syndroms (PMS) zusammengefasst und manchmal auch als "die Tage vor den Tagen" bezeichnet.

Symptome

Die Beschwerden bei PMS sind nach Art und Schwere individuell von Frau zu Frau sehr verschieden.

Man unterscheidet:

  • körperliche Symptome, wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schweregefühl und Empfindlichkeit der Brust, Ödeme, Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen (1,5 - 4 Liter), Schlafstörungen, Hitzewallungen und
  • psychische Symptome, wie Reizbarkeit, Nervosität, Angst, Lustlosigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen sowie emotionale Labilität bis hin zu depressiven Verstimmungen.

Meist treten die Beschwerden in den letzten 6-8 Tagen vor der Regelblutung auf, steigern sich bis zum Einsetzen der Blutung und klingen nach einem oder zwei Tagen nach Einsetzen der Blutung ab.

Eines der zuvor genannten Symptome des PMS tritt bei 40-90% aller Frauen auf. Etwa 2-4% der Frauen leiden unter einer ausgeprägten Symptomatik.

Die Erkrankung tritt vorwiegend im 3. und 4. Lebensjahrzehnt auf.

Es handelt sich nicht, wie gelegentlich angenommen, um eine "Scheinkrankheit". Vielmehr ist eine ärztliche Behandlung bei starker Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens notwendig.

Ursachen

Obwohl die genauen pathophysiologischen Hintergründe derzeit noch nicht vollständig geklärt sind, werden die Beschwerden hormonellen Ursachen zugeschrieben.

Zyklusbedingte Veränderungen in der Östrogen- und Progesteronsekretion sowie in der Aldosteron- und Prolaktinausschüttung werden in Zusammenhang mit zentralnervösen Mechanismen als mögliche kausale Faktoren diskutiert.

Behandlung

Da dem PMS multifaktorielle Ursachen zugrunde liegen und bisher kein direkter Auslöser gefunden werden konnte, besteht eine Behandlung in der Beseitigung der Symptome.

Eine Therapie erfolgt überwiegend hormonell, begleitet von Änderungen der Lebensgewohnheiten, wie vermehrte sportliche Betätigung, Verzicht auf Genussmittel und Gewichtsreduktion.

Insgesamt wird durch den Sport somit eine Verbesserung der Gesamtbefindlichkeit und eine allgemeine Entspannung erreicht.


Die Symptomatik des prämenstruellen Syndroms ist in den meisten Fällen hormonellen Ursachen zuzuschreiben und lässt sich durch Sport günstig beeinflussen.


Quelle: DAK/Schläger

Durch regelmäßiges sportliches Training kann die PMS-Symptomatik günstig beeinflusst werden. Die Begründung liegt einerseits in einer möglichen sportinduzierten Reduktion der weiblichen Geschlechtshormone, aber auch in den zahlreichen neuroendokrinen Effekten, die durch die sportliche Aktivität ausgelöst werden.