Menstruationszyklus und Sport

Die Lebensspanne, in der eine Frau die Möglichkeit, hat Kinder zu bekommen, dauert etwa 35 Jahre.
Zwischen der Menarche und der Menopause, also im so genannten gebärfähigen Alter, bereitet sich der Körper monatlich darauf vor, schwanger zu werden.

Die periodisch wiederkehrenden hormonellen Veränderungen, zusammengefasst im so genanten Menstruationszyklus, bestimmen somit einen großen Zeitraum der Lebensspanne einer Frau.

Menstruationszyklus: Die Zeit zwischen dem ersten Tag der Regelblutung (Menstruation) und dem letzten Tag vor der nächsten Monatsblutung. Tag 1 des Zyklus ist der erste Tage der Menstruation.

Die zyklischen menstruellen Ereignisse spiegeln die Fruchtbarkeit der Frau wieder und dokumentieren somit die Möglichkeit der Reproduktion. Die menschliche Fortpflanzung sichert letztlich den Fortbestand der Menschheit.

Das Kapitel soll einen Einblick geben in die komplexen Mechanismen, die an der Regulation des Menstruationszyklus beteiligt sind. Es dokumentiert aber auch die komplexen Möglichkeiten der Störungen dieses Systems, der so genannten Zyklusstörungen.

Gerade aus sportmedizinischer Sicht ist der Menstruationszyklus ein zentrales Thema der Frau im Sport. Je nach Sportart leiden ein Großteil der Sportlerinnen an Zyklusstörungen, deren Ursachen bis heute noch nicht in allen Einzelheiten geklärt sind. Zusätzlich gibt es viele Frauen, die an den "Tagen vor den Tagen" an dem so genannten prämenstruellen Syndrom (PMS) leiden.

Aber nicht nur aus pathologischer Sicht ist das Thema Menstruationszyklus für Sportlerinnen von besonderem Interesse.

Viele aktive Frauen fragen sich, ob ihre Leistung im Zyklusverlauf verändert ist oder die Einnahme der Pille eher einen Vorteil oder Nachteil für ihre sportliche Betätigung darstellt.

Auf diese Fragen wird im folgenden Kapitel eingegangen.