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Die weibliche Brust

Die weibliche Brust, die in der Medizin mit dem schönen lateinischen Wort Mamma bezeichnet wird, ist eines der deutlichsten sekundären Geschlechtsmerkmale bei der Frau. Die Größe, Form und das Hervorstehen der Brustwarzen ist individuell sehr verschieden ausgeprägt.
Den Mammae kommt eine besondere Bedeutung in der Sexualität zu, einerseits als äußeres Zeichen der Weiblichkeit, andererseits auch als Zone, die besonders empfindlich für sinnliche Reize ist. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird für die Mammae oft der Begriff "Busen" verwendet, der anatomisch jedoch nur die Vertiefung zwischen den Brüsten bezeichnet.

Im Laufe des Lebens und zyklusabhängig ist die Brust morphologischen Veränderungen unterworfen. Diese spiegeln die altersabhängigen hormonellen Steuerungsvorgänge bei der Frau wieder.
Mit der Pubertät beginnt die Entwicklung der Brustdrüse durch den Einfluss der Östrogene. Über verschiedene Stadien (Tannerstadien) bildet sich die individuell charakteristische Form und Größe der Brust aus.

Während der fortpflanzungsfähigen Zeit bereitet sich die Brust während des Menstruationszyklus auf eine mögliche Schwangerschaft vor, d.h. sie verändert infolge von Wassereinlagerung und Wachstum ihre Größe. Ihre eigentliche Funktion ist die Ernährung des Neugeborenen durch Sekretion von Milch durch die Milchdrüsen (Laktation). Das Baby wird gestillt oder gesäugt, daher gehört der Mensch biologisch zu den Säugetieren.

Mit zunehmendem Alter der Frau bildet sich das Drüsengewebe zurück und wird durch Fett- und Bindegewebe ersetzt.
Für Sportlerinnen kann die Brust von unterschiedlicher Bedeutung sein.
Die anatomischen Gegebenheiten der weiblichen Brust kann bei einigen Sportarten zu geschlechtsspezifischen Einschränkungen führen oder die weibliche Leistungsfähigkeit sogar beeinträchtigen.

In manchen ästhetischen Disziplinen wird die Brust z.B. durch eng anliegende Sportbekleidung besonders betont. Manchmal ist sie auch gar nicht besonders erwünscht. So ist auf internationaler Ebene in der rhythmischen Gymnastik oder im Turnen eher ein kindlicher Habitus von Vorteil.

Bei den meisten Sportarten haben die Mammae jedoch eine untergeordnete Bedeutung, und sind von keinerlei Bedeutung für die Leistungsfähigkeit.