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Brustkrebs

Epidemiologie

Das Mamma-Karzinom ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen und ebenso die häufigste Ursache für den Krebstod bei Frauen. Jährlich versterben in Deutschland etwa 18.000 Frauen an den Folgen eines Mamma-Karzinoms. Jedes Jahr kommt es zu etwa 50.000 Neuerkrankungen (4).


Brustkrebs entsteht immer in der Brustdrüse. Die genaue Bezeichnung der Erkrankung richtet sich nach dem Zelltyp, der betroffenen Stelle im Drüsengewebe und danach, ob der Tumor ins Nachbargewebe eingebrochen ist.


  

Die Inzidenz, an einem Mamma-Karzinom zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr sind die meisten Neuerkrankungen zu verzeichnen. Die höchste Erkrankungsrate tritt in der 5. Lebensdekade auf.

Zudem sind geographische Unterschiede zu beobachten. Mamma-Karzinome kommen überwiegend in den USA und Westeuropa vor. In Afrika und Asien werden die niedrigsten Raten beobachtet.

Auffallend ist, dass es bei Migrantinnen in der zweiten Generation eine deutlich höhere Neuerkrankungsrate gibt als in der ersten Generation (5). Dies lässt den Schluss zu, dass Umweltfaktoren eine entscheidende Rolle spielen. Damit sind Lebensbedingungen und Lebensgewohnheiten, Ess-, Fortpflanzungs- und Schwangerschaftsverhalten sowie Körperzusammensetzung und Körpergewicht gemeint.

Risikofaktoren

Insgesamt liegt der Entwicklung eines Mamma-Karzinoms eine vielfältige Multikausalität zu Grunde. Es lassen sich demnach keine einzelnen Risikofaktoren bestimmen, die zwangsläufig zu einer Erkrankung an einem Mamma-Karzinom führen.

Endokrine Faktoren

Wie im Kapitel Entwicklung der weiblichen Brust bereits beschrieben, unterliegt die Brustentwicklung und Funktion der Brust einer komplexen hormonellen Steuerung. Das Mamma-Karzinom ist somit meist ein stark hormonabhängiger Tumor. Die weiblichen Geschlechtshormone haben großen Einfluss auf die Entstehung von Brustkrebs.

Aber auch durch genetische und Umweltfaktoren steigt das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken .


Hormone, Gene, Umwelt und Lebensweise beeinflussen das Brustkrebsrisiko.


Therapie

Die Früherkennung ist wichtigster Bestandteil der Therapie. Daher sollte jede Frau regelmäßig eine Selbstuntersuchung der Brust praktizieren. Die Operation ist in den meisten Fällen die erste Maßnahme zur Behandlung von Brustkrebs und wird heute zu 70 % brusterhaltend durchgeführt (4). Je nach Brustkrebsart, Ausbreitung des Tumors, Hormonrezeptoren am Tumorgewebe und Alter der Patientin schließen sich Strahlen-, Chemo- und Hormontherapie an.

Sport als Therapie

Gerade in der Nachsorge kommt der Sport- und Bewegungstherapie eine besondere Bedeutung für einen positiven Verlauf der Erkrankung zu.

Eingehender wird dieses Thema bei "Sport und Brustkrebs" behandelt. Präventive Aspekte von Sport und Krebserkrankungen sind auf der Seite "Sport gegen Krebs?" zu finden.