spomedial - Sportmedizin interaktiv lernen


Anatomie

Die Haut besteht grundsätzlich aus drei Schichten, die sich histologisch voneinander abgrenzen lassen und für die Funktionen der Haut unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Es werden folgende Schichten unterschieden (s.a. Abbildung im unteren Seitenabschnitt):

  • Oberhaut (Epidermis)
  • Lederhaut (Cornium od. Dermis)
  • Unterhaut (Subcutis)

Epidermis und Cornium werden gemeinsam auch als Cutis (Haut) bezeichnet. Die Oberhaut wird durch ein mehrschichtiges, verhorntes Plattenepithel gebildet, die Lederhaut vorwiegend von zugfesten und elastischem Bindegewebe, die Unterhaut vom Fettgewebe. Durch die lockere, bindegewebige Verschiebbarkeit der Unterhaut, wird die Unterlage der Cutis mit den Faszien von Knochen und Muskeln verschieblich verbunden und bietet somit die im Sport besonders gefragte Beweglichkeit der Strukturen des Körpers. Die Oberfläche der Haut ist in ihrer Struktur "gefeldert".
In den Furchen wachsen - von den Hand- und Fußflächen abgesehen - Haare, auf den Kuppen enden die Ausführungsgänge der Schweißdrüsen. Im Bereich der Hand- und Fußflächen bildet die Haut Leisten, deren Muster individuell sind und beispielsweise als Fingerabdruck die Erkennung von Personen ermöglicht.

Oberhaut

An der Oberfläche gehen ständig verhornte Zellen durch Abrieb verloren. Sie müssen durch neue Zellen aus der Tiefe ersetzt werden. Die Oberhaut lässt sich dabei in drei Ebenen unterteilt. Keimschicht verhornende Schicht Hornschicht. Mikroskopisch lassen sich 5 Schichten unterscheiden:

Stratum basale: Reihe kubischer Zellen, hohe Zellteilungsrate

Stratum spinosum: Benannt nach dem stacheligen Aussehen der Zellen

Stratum granulosum: Zunehmend Körnchen in den Zellen, als Zeichen einer beginnenden Verhornung

Stratum lucidum: Homogene Schicht, Findet sich nur bei dicker Haut

Stratum corneum: Flache, verschmolzene, kreatingefüllte Zellen, ohne Zellorganellen und Zellkern

Darstellung der Hautleisten

In der folgenden Darstellung können über die Navigation ein Foto der Hautleisten (Fingerbeere li. Zeigefinger) sowie Fingerabdrücke (Schreibtischtätigkeit / Arbeit auf dem Bau) wie sie von der Polizei zu Erkennungsdienstlichen Zwecken verwendet werden, dargestellt werden.

Hautschnittspiel

  

In der obenstehenden Abbildung können die Bezeichnungen der verschiedenen Strukturen der Haut zugeordnet werden. Neben einem Schnittbild aller Hautschichten (Übersicht), kann durch das Anwählen des Buttons Detailansicht im oberen Teil der Abbildung ein Schnittbild der Epidermis ausgewählt werden. Die "Bezeichnungen" rasten bei richtiger Zuordnung ein. Über den Infobutton können die richtigen Auflösungen eingeblendet werden.

Lederhaut

Die Grenzen zwischen der Oberhaut und der Lederhaut verlaufen nicht glatt. Um eine bessere Verbindung zwischen den Hautschichten zu erreichen, sind beide Schichten eng verzahnt und Papillen, die Gefäße und Nerven führen ragen in die Oberhaut hinein. In Lederhaut wird deshalb zwischen der Papillarschicht und der darunter liegenden Netztschicht mit einem hohen Anteil an zugfesten Fasern unterschieden.

Unterhaut

Die Unterhaut besteht überwiegend aus Fett und Bindegewebe.
Sie befestigt die Cutis an den tiefer liegenden Körperstrukturen, hauptsächlich an den verschiedenen Körperfaszien. In der Unterhaut verlaufen die großen Gefäße. Das Unterhautfettgewebe bildet die eigentliche Verschiebeschicht zu den tiefer liegenden Organen. Eine wesentliche Funktion liegt in der Polsterung der tiefer liegenden Strukturen des Organismus gegen Druck und Stoßbewegungen. Im Sport spielt dies besonders an den Fußsohlen bei der Dämpfung von Lauf- und Sprungbewegungen eine große Rolle. Bei Frauen ist das Unterhautfettgewebe prinzipiell eher stärker ausgeprägt als bei Männern.
Die Haut ist nicht an allen Körperteilen gleich gebaut. Dicke, Besfestigung, Fetteinlagerung, Eigenbeweglichkeit und Elastizität sind je nach Körperlage Beanspruchung und Energiebilanz erheblich unterschiedlich (z.B. Augenlid und Fußsohle). Die Färbung der Haut wird durch in den Epithelzellen der Haut gespeichertes Melanin und damit verbundene Pigmentbildung erreicht. Kurzwellige Strahlung erhöht die Ausschüttung von Melanin aus den Melanozyten.