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Colonkarzinom

Das Colonkarzinom ist der zweithäufigste Krebs bei Männern und Frauen in unseren Breiten.
Überwiegend handelt es sich hierbei um Adenokarzinome, die sich wahrscheinlich aus wachsenden Adenomen („Polypen“) entwickeln. Etwa 60-70% der Karzinome werden im Rektum und im rektosigmoidalen Übergang gefunden, 25% im Sigmoid und die übrigen verteilt in anderen Abschnitten des Dickdarmes. Der Dickdarmkrebs nimmt mit dem Alter zu und ist im 6. Lebensjahrzehnt am häufigsten.

Als Präkanzerosen sind zu nennen:

  • Colonadenome
  • familiäre Polyposis
  • Colitis ulcerosa

Wie bei der Divertikulose ist auch beim Colonkarzinom der Einfluss körperlicher Aktivität auf die Erkrankungshäufigkeit gut untersucht. Körperliche Aktivität, sei es durch einen entsprechenden Beruf oder durch Freizeitsport, senkt das Risiko eines Dickdarmkrebses. Auch Übergewicht, insbesondere die abdominelle Fettansammlung, ist ein Risikofaktor.
Die Symptome sind oft initial unspezifisch. Bei einer Änderung der Stuhlgewohnheiten, rektaler Blutung, chronischer Eisenmangelanämie, Gewichtsverlust oder Appetitlosigkeit sollte man insbesondere beim älteren Menschen an ein Colonkarzinom denken. Schmerzen und (Sub-)ileus sind meistens schon Symptome fortgeschrittener Karzinome.
Die Therapie besteht in möglichst vollständiger Entfernung des Tumors einschließlich der lokalen Lymphabflussstationen. Bei fortgeschrittener Erkrankung ist zusätzlich eine Chemotherapie erforderlich.
Entscheidend ist die Prävention der Erkrankung: Faserreiche Kost, körperliche Aktivität und Vorsorgeuntersuchungen können die Mortalität der Erkrankung deutlich senken. Die Adenomentfernung im Rahmen einer Darmspiegelung ist Krebsprävention.