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Obstipation

Obstipation ist durch seltene, weniger als dreimal wöchentliche Darmentleerungen mit einem Stuhlgewicht von weniger als 50 g pro Tag gekennzeichnet.
Bei der überwiegenden Zahl der Fälle handelt es sich um funktionelle Störungen und Folgen einer Fehlernährung durch faserarme Kost und/oder Entleerungsstörungen bei fehlender Bauchpresse. Weniger häufig ist die Obstipation Begleiterkrankung organischer lokaler Erkrankungen wie Fissuren, Hämorrhoiden, Strikturen, Divertikel, gut- oder bösartigen Tumoren oder von Motilitätsstörungen durch Stoffwechsel- (z. B. Diabetes mellitus) oder endokrine (z. B. Hypothyreose) oder neurologische Erkrankungen (z.B. M. Parkinson), Depressionen, Intoxikationen oder Medikamenten (z.B. chronischer Gebrauch von Abführmitteln!).
Bisweilen bestehen erhebliche begleitende Beschwerden: Völlegefühl, Gefühl des aufgetriebenen Leibes, Flatulenz, Druckgefühl, Kopfschmerzen. Diagnostisch ist ein Erkennen einer möglichen Ursache. wie z.B. eine lokale Ursache oder Grunderkrankung oder aber auch einen chronischen Missbrauch von Abführmitteln wichtig.
Therapeutisch ist bei behandelter Grundkrankheit eine Umstellung der Ernährung auf faserreiche Kost, mindestens 2 Liter Trinkmenge pro Tag sowie körperliche Aktivität anzuraten.