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Oberflächenvergrößerung des Dünndarms

Die Schleimhaut des Dünndarms, der an sich schon eine relativ große Oberfläche besitzt, ist so aufgebaut, dass ihre Resorptionsfläche durch die Scheimhautstruktur weiter vergrößert wird. Die erste Oberflächenvergrößerung erfolgt durch die Bildung von annähernd ring- bis spiralförmig verlaufenden Schleimhautfalten, die Kerckring-Falten. Auf den Kerckring-Falten sitzen fadenförmige, etwa 1 mm hohe Zotten. Die größte Oberflächenvergrößerung entsteht allerdings aus den Mikrovilli, dem Stäbchensaum, einer Schicht resorbierender zylinderförmiger Epithelzellen. Bei diesen Zellen ragt ein Teil des Protoplasmas als feine, dicht nebeneinander stehende Fortsätze in das Lumen des Dünndarms hinein. Durch diese geschickte Vergrößerung der Oberfläche stehen im Dünndarm etwa 200 m2 Resorptionsfläche zur Verfügung. In der nebenstehenden Animation können die drei Strukturen nacheinander dargestellt werden.

  
Fig: Ebenen der Oberflächenvergrößerung