spomedial - Sportmedizin interaktiv lernen


Körperliche Aktivität und Elektrolythaushalt

Bei großer Belastungsintensität und/oder hohen Temperaturen können akute Veränderungen der intra- und extrazellulären Elektrolytkonzentrationen auftreten.
Bei Ausgleich der aktivitätsinduzierten Flüssigkeits- und Elektrolytverluste über eine bedarfsgerechte Zufuhr von Getränken mit isotonischen Elektrolytkonzentrationen, können jedoch Akutphänomene wie hypertone/isotone Dehydratation, hypotone Hyperhydratation (bei hoher Zufuhr von Getränken mit zu niedrigem Na-Gehalt) oder Störungen des neuromuskulären Erregungsablaufes (intrazellulärer K-Verlust) weitgehend vermieden werden.Aus der nebenstehenden Tabelle wird deutlich, daß der Auswahl des richtigen Mineralwassers eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zukommt; dann allerdings ist ein kommerzielles Sportgetränk nicht notwendig. Ein gutes Mineralwasser sollte den Elektrolytverlust mit dem Schweiß ungefähr ausgleichen (die Zufuhr für Magnesium und Calcium sollte höher sein, da diese zweiwertigen Ionen in geringerem Maße im Darm absorbiert werden). Gerade der Vergleich mit der täglichen Zufuhr der Elektrolyte über die tägliche Ernährung zeigt, daß bei normalem Trainingsumfang und richtigem Mineralwasser kein durch Schweißverluste induziertes Elektrolydefizit zu erwarten ist.

Na(+)
mg/l

Cl(-)
mg/l

Mg(++)
mg/l

Ca(++)
mg/l

Wasser 1

553

183

121

90

Wasser 2

1315

1501

8

58

Wasser 3

6

6

83

476

Wasser 4

244

48

201

129

Schweiß

700-1500

500-800

2-10

20-40

Sportgetränke:

400-800

50-100

50-100

50-200

tägl. Zufuhr:

3-6 g

250-800 mg

0,5-2 g !

Die obige Tabelle zeigt den durchschnittlichen Elektolytverlust (mg) pro Liter Schweiß, den Elektrolytgehalt in einigen Mineralwässern, Sportgetränken sowie die mit einer üblichen Mischkost pro Tag aufgenommenen Menge.