spomedial - Sportmedizin interaktiv lernen


Diabetes mellitus

Diabetes mellitus Typ I

Einführung

Diabetes mellitus Typ I ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Regulation des Zuckerstoffwechsels (Blutglukosehaushalts) aufgrund eines Mangels an dem Hormon Insulin nicht mehr aufrecht erhalten werden kann.
Glukose wird dem Körper vor allem über die Nahrung (Kohlenhydrate) zugeführt; aber auch die Leber kann größere Mengen Kohlenhydrate als Glykogen speichern und in die Blutbahn in Form von Glukose abgeben. Im Normalfall sorgt das von den ß-Zellen des Pankreas produzierte Hormon Insulin dafür, dass mit der Nahrung zugeführte Kohlenhydrate (Zucker) in die Zellen aufgenommen werden können, und so für verschiedenen Zellfunktionen zur Verfügung steht. Vereinfacht kann man sich das Insulin als eine Art 'Schlüssel' vorstellen, der die Zellen in den Muskeln, der Leber und dem Fettgewebe 'aufschließt', so dass der Zucker von diesen Zellen aufgenommen und für energieliefernde Stoffwechselprozesse eingesetzt werden kann. Bei zu niedrigem Glukosespiegel sorgt das Hormon Glukagon – der Gegenspieler des Insulins – für eine Erhöhung des Glukosespiegels. Vor allem diese beiden Hormone (Insulin und Glukagon) sorgen dafür, dass der Blutglukosespiegel in den physiologischen Grenzen (70-110 mg/dl) gehalten wird.
Bei einem Mangel an Insulin kann die Blutglukose nicht in die Zellen gelangen, wodurch es zu einer Erhöhung der Blutglukosespiegel kommt. Dies kann sowohl zu akuten, lebensgefährlichen Hyperglykämien wie auch chronischen Folgeerkrankungen führen.

  
Fig: Regulierung der Blutglukose