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Diabetes mellitus Typ II

Klinisches Bild/Diagnostik

In der Regel haben Typ-2-Diabetiker zu Beginn der Erkrankung keine Beschwerden. Die Diagnose Diabetes Typ 2 ist häufig ein Zufallsbefund oder wird im Rahmen einer Folgeerkrankung, wie z.B. bei einem Herzinfarkt gestellt. Im Gegensatz zum Diabetes mellitus Typ I sind die auftretenden Beschwerden häufig nur milde: Müdigkeit, starker Durst (Polydipsie) durch den Wasserverlust, häufiges Wasserlassen (Polyurie), häufige Haut- und Schleimhautinfektionen, Juckreiz. Bei akuter,schwerer Stoffwechselentgleisung sind jedoch auch komatöse Zustände bis hin zum Tod möglich Bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ II finden sich darüberhinaus zumeist die typischen Merkmale des metabolischen Syndroms (Hypertonie, Fettstoffwechselstörung, Adipositas).
Auf diese Anzeichen sollte besonders geachtet werden, wenn in der Familie ein Diabetes mellitus Typ II bekannt ist oder Übergewicht vorliegt.
Im Rahmen der Diagnostik hat die Messung des Blutzuckerspiegels die wichtigste Bedeutung. Nüchternwerte größer als 126 mg/dl gelten als krankhaft. Mit Hilfe eines Teststreifens wird auch der Urinzucker gemessen. Lässt sich wiederholt Zucker im Urin nachweisen, ist dies fast immer ein Hinweis auf Diabetes. Zusätzlich wird der HbA1c-Wert bestimmt. Dieser wird auch Blutzuckergedächtnis genannt, da er eine Beurteilung der Diabeteseinstellung für die zurückliegenden zwölf Wochen erlaubt. Nach Diagnosestellung müssen auch der Augenhintergrund, die Nieren- und Blutfettwerte, die Nerven, der Urin, der Blutdruck und Ihre Füße kontrolliert werden, um eventuelle Folgekrankheiten frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können.