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Diabetes mellitus Typ I

Klinisches Bild/Diagnostik

Bei noch nicht diagnostiziertem oder schlecht behandeltem Diabetes mellitus Typ 1 (unzureichende Insulintherapie) treten folgende Anzeichen auf:
Starker Durst durch den Wasserverlust, häufiges Wasserlassen (Polyurie), Schwächegefühl
Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, Azetongeruch (wie Nagellackentferner; sog. Ketoazidose durch vermehrte Lipolyse bei Insulinmangel). Im Extremfall kann es zu einem Koma v.a. durch den erhöhten intra- und extrazellulären Wasserverlust kommen.
Der Typ-1-Diabetes ist nicht heilbar. Das Auftreten von Komplikationen hängt von der Stoffwechseleinstellung ab. Je besser der Blutzucker eingestellt ist, desto später undseltener treten Komplikationen auf.
Folgende Komplikationen, v.a bedingt durch Schädigung von Arterien und Nerven, sind möglich (s. Abbildung):
Diabetische Augenkrankheiten, Nervenentzündung
 (Polyneuropathie), NierenkrankheitenArteriosklerose (Gefäßverkalkung), Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Darüberhinaus Hautveränderungen von leichten Beschwerden bis zu schlecht heilenden Geschwüren, meist an den Beinen, Infektionen der Haut und der Schleimhäute.
Bei schlechter Stoffwechseleinstellung bzw. zu hoher Insulindosierung ist die sog. Hypoglykämie (Unterzucker) eine große Gefahr für Patienten mit Diabetes mellitus Typ I, da auch eine Unterzuckerung (im allgemeinen bei Blutzuckerwerten < 50 mg/dl) eine lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung darstellt.

  
Fig: Komplikationen des Diabetes mellitus Typ I