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Fersensporn

Ätiologie

Der Fersensporn bildet sich als Folge einer Insertionstendopathie. Die Ursache liegt vermutlich in wiederholten Dehnungsreizen der Plantaraponeurose, was zu Reizungen und Entzündungen führen kann. Der Fersensporn tritt gehäuft bei Sportarten auf, die mit einer großen Laufbelastung einhergehen.

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Fersensporn

Diagnose

Häufig ist die Diagnose ein Zufallsbefund, wenn aus anderen Gründen ein Röntgenbild des Fußes angefertigt wird. Hat der Sportler jedoch Beschwerden, so findet sich ein umschriebener Druckschmerz am Ansatz der Plantaraponeurose, zusätzlich tritt ein belastungsabhängiger stechender Fußsohlenschmerz direkt unter dem Calcaneus (Fersenbein) auf.
Die knöcherne Ausziehung wird auf der seitlichen Röntgenaufnahme des Fußes sichtbar.

Therapeutische Möglichkeiten und Prognose

In der Regel ist eine konservative Therapie ausreichend. Mit Einlagen können bestehende Fußfehlstellungen (am häufigsten die Überpronation) korrigiert werden, eine Kehlung sorgt für eine Druckentlastung im Bereich des Sporns. Auch die Stoßwellentherapie kommt mit gutem Erfolg zum Einsatz. Schließlich können lokal entzündungshemmende Medikamente injiziert werden.
Führen diese Methoden nicht zur Heilung, so kann der Sporn operativ abgetragen werden.

Einfluss auf die Sportfähigkeit und sportliche Belastbarkeit

Die Sportfähigkeit kann durch einen Fersensporn wegen der teilweise erheblichen Schmerzen wesentlich eingeschränkt sein. In der akuten Phase sollte das Training reduziert bzw. vorübergehend unterbrochen werden. Sind die Beschwerden abgeklungen, so kann das Training wieder aufgenommen werden. Besonderes Augenmerk ist auf das Tragen korrekter, d.h. zur jeweiligen Fußform bzw. -fehlstellung passender, Sportschuhe zu legen.