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Muskulatur

Die Muskulatur bildet den „aktiven“ Teil des Bewegungsapparates. Aus Ursprung und Ansatz des Muskels lässt sich seine Funktion herleiten – wobei die tatsächliche Bewegung meist aus dem Zusammenwirken mehrerer Synergisten und Antagonisten resultiert. Der Musculus quadriceps femoris besteht z.B. aus 4 synergistisch wirkenden Anteilen, die teilweise über zwei Gelenke (Hüft- und Kniegelenk) ziehen. Entsprechend kann der Muskel im Hüftgelenk beugen und im Kniegelenk strecken, wobei die Streckung im Knie durch gleichzeitige Innervation der ischiocruralen Muskulatur (Antagonist) verhindert werden kann, die Beugung im Hüftgelenk durch entsprechende Innervation der Hüftstrecker. Vorgestellt werden für den Sport relevante Muskelgruppen und ihre Funktion. Auf eine Beschreibung der Handbinnenmuskulatur sowie der entsprechenden Fußmuskulatur wird verzichtet, auch die Rumpfmuskulatur wird vereinfacht dargestellt. Auf die Bedeutung einer kräftigen Muskulatur für Prävention (z.B. bei Rückenbeschwerden) und Rehabilitation (z. B. Kreuzbandruptur) wurde bereits hingewiesen (siehe Modul "Schäden und Verletzungen").