spomedial - Sportmedizin interaktiv lernen


Aufbau der Sehne

Sehnen sind das Bindeglied zwischen einem Knochen und den daran befestigten Muskeln. Sie übertragen den Muskelzug auf die Skelettteile. Die Sehne besteht aus zugfesten Kollagenfasern, die in kurzen Sehnen eher parallel, in längeren schraubenförmig bzw. gekreuzt angeordnet sind. Muskel und Sehne sind über Ausstülpungen in den Muskelfasern miteinander verzahnt.

In den Sehnen, dicht am Übergang zum Muskel, liegen die Golgi- Sehnenapparate, die als dehnungsempfindliche Rezeptoren die Sehnenspannung messen und bei starker Spannung die weitere Kontraktion des Muskels reflektorisch hemmen. In Ruhe sind die Sehnenfasern leicht gewellt. Kontrahiert der Muskel, so werden die Fasern angespannt und übertragen die Kontraktion auf den Knochen. Jede Sehne ist von lockerem Sehnengleitgewebe, dem so genannten Paratenon umgeben. Um die Reibung der Sehne an Knochen- und Bandstrukturen zu verringern, wie z.B. am Handgelenk, sind an diesen Problemzonen die Sehnen von einer doppelwandigen Sehnenscheide umgeben.

Zoom (57KB)

Achillessehne

Zwischen beiden Wänden befindet sich Flüssigkeit, die das möglichst reibungsarme Gleiten der Sehne in ihrer Sehnenscheide ermöglicht. An besonders druckbelasteten Stellen sorgen Bursae synovialis für eine gleichmäßige Druckverteilung. Bursae synovialis findet man zwischen Muskeln oder Sehnen und Knochen, zwischen Sehnen und Gelenkkapseln sowie zwischen der Haut und Sehnen.

Besonders viele Bursae synovialis sind um den Bereich des Kniegelenks anzutreffen. Die Blutversorgung der Sehnen erfolgt durch Gefäße der Muskeln, des Knochens und das Paratenon , welches die Sehne umgibt. Sie ist jedoch verglichen mit vielen anderen Geweben des menschlichen Körpers relativ gering, so dass ein Teil der Versorgung mit Nährstoffen durch Diffusion gewährleistet werden muss.

  

Die schlechter versorgten Anteile einer Sehne sind besonders anfällig für Schäden und Verletzungen. Bei der Achillessehne liegt dieser Bereich z.B. etwa 2-6 cm vor dem Ansatz am Fersenbereich und ist besonders häufig von Rupturen betroffen.