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Pathophysiologische Situation und Erkrankungen

Das Blut kann in seiner Struktur und Funktion akut und chronisch krankhaften Veränderungen unterworfen sein. Zu den akuten Veränderungen zählt die Hyponatriämie, die bei langandauernden Belastungen und nicht adäquater Natriumaufnahme auftreten kann.

Die den Sport am häufigsten betreffende und die Ausdauerleistung am stärksten beeinträchtigende chronische Erkrankung des Blutes ist die Anämie, d.h. die Verminderung der Erythrozytenmenge und die damit zumeist einhergehende parallele Verminderung der Hämoglobinkonzentration im Blut.

Eine Anämie liegt definitionsgemäß vor, wenn die Hämoglobinkonzentration bei Frauen unter 12 g/dl und bei Männern unter 14 g/dl liegt. Die Ursachen können in einer verminderten Zellbildung oder in einer erhöhten Zellzerstörung liegen.

Eine Anämie infolge einer verminderten Zellbildung (Blutbildungsstörung) tritt zumeist infolge einer geringeren Verfügbarkeit von Eisen, Folsäure oder Vitamin B12 und B6 auf. Die im Sport häufigste Komplikation ist der Eisenmangel.

Eine Anämie infolge einer erhöhten Zellzerstörung (hämolytische Anämie) ist häufig genetisch determiniert (z.B. Sichelzellenanämie) oder auf Vergiftungen zurückzuführen.

Die Zerstörung der Erythrozyten durch sportliche Betätigung selbst sowie die Abnahme der Hämoglobinkonzentration durch die Zunahme des Plasmavolumens wurde früher als "Sportleranämie" bezeichnet. Sie muss von einer "echten" Anämie aber deutlich abgegrenzt werden.

Eine Gerinnungsstörung stellt für Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko eine ständige Gefährdung der betroffenen Sportler/in dar. Kenntnisse der Behandlungsmöglichkeiten sind hier von vitaler Bedeutung.

Weitere Details betreffen:

  • Dehydratation und Hyponatriämie
  • Eisenmangel
  • Gerinnungsstörung
  • Sichelzellenanämie

 

   Projektträger Bundesministerium für Bildung  und Forschung    Projektträger Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

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