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Sichelzellenanämie

Die Sichelzellenanämie ist eine genetisch bedingte Erkrankung und kommt relativ häufig in den Mittelmeerländern und unter der schwarzen Bevölkerung Amerikas und Afrikas vor. Die Sichelzelle hat ein geringeres Sauerstofftransportpotential und ist fragiler als ein normaler Erythrozyt, so dass sie nur eine Lebensdauer von 15 bis 25 Tagen aufweist. Die Zellzerstörung erfolgt durch Auskristallisation der Hämoglobinmoleküle (Sichelbildung) unter bestimmten Umweltbedingungen.

Folgen der Sichelzellbildung sind neben der Anämie eine verstärkte Koagulation , die zur Thrombosebildung und folglich zu Herzinfarkt, Hirnschlag und Lungenembolie führen kann. Wenn es zur Sichelbildung kommt, müssen von ärztlicher Seite gerinnungshemmende Mittel und Schmerzmittel verabreicht werden.

Sichellzelle-Erythrozyt (links) und normaler Erythrozyt (rechts).

Unter Belastungsbedingungen können folgende Faktoren zur Sichelbildung beitragen:

  • Azidose,
  • Hyperthermie,
  • Dehydratation der Erythrozyten,
  • erhöhte Hämoglobinkonzentration,
  • Sauerstoffmangel.

Wenn mehrere dieser Faktoren, z.B. unter Höhenbedingungen, zusammentreffen, muss gerade bei internationalen Wettkämpfen mit dem Auftreten von Sichelzellanämien und den daraus resultierenden Begleiterscheinungen gerechnet werden.


Mit den Komplikationen einer Sichelzellenerkrankung muss insbesondere bei internationalen Wettkämpfen in der Höhe und unter Hitzebedingungen gerechnet werden.


 

   Projektträger Bundesministerium für Bildung  und Forschung    Projektträger Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

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