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Hyperventilationstetanie

Definition

Unter Hyperventilation versteht man eine zumeist psychisch bedingte, übertrieben starke Atemtätigkeit.

Ätiologie

Durch Hyperventilation wird zuviel Kohlendioxid abgegeben, und der Säue-Base-Wert (pH-Wert) des Blutes wird zu einem basischen Wert hin verändert. Das hat zu Folge, dass Calciumspiegel im Blut absinkt und dies zu Muskelkrämpfen (Tetanie) führt.

Symptome

Die Betroffenen merken oft zunächst ein Kribbeln in den Händen und Füßen oder ein Kitzeln in der Zunge. Krämpfe der Muskulatur und eine Pfötchenstellung der Finger können bei einer deutlich vermehrten Atmung folgen. Die Betroffenen sind in der Regel sehr aufgeregt und die Symptome werden dadurch zusätzlich verstärkt.

Maßnahmen

Wenn man bei sich selbst merkt, dass erste Symptome auftreten, dann soll man versuchen sich auf eigene Atmung zu konzentrieren, und langsam ein- und ausatmen. Wenn jemand anderes betroffen ist soll man versuchen sie/ihn zu beruhigen, zu langsamen Atmung anzuleiten und wenn das nicht hilft in eine Plastiktüte ein und ausatmen lassen bis die vorhandenen Symptome nachlassen. Dadurch wird vermehrt Kohlendioxid eingeatmet was eine Erhöhung des Calciumsspiegels im Blut bewirkt. Die beschriebenen Maßnahmen bringen in aller Regel schnelle Besserung, falls nicht sollte ein Arzt alarmiert werden. Nach einer so genannten Hyperventilationstetanie ist es sinnvoll die Ursache der Erregung zu finden und eventuell zu behandeln.

 

   Projektträger Bundesministerium für Bildung  und Forschung    Projektträger Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

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