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Akute Bronchitis

Definition

Bei der akuten Bronchitis handelt es sich um eine meist durch Viren, seltener durch Bakterien verursachte Infektion, die im Gegensatz zur einer Erkältung vor allem die tiefen Atemwege unterhalb des Kehlkopfs betrifft.

Erreger und Ätiologie

Häufigste virale Auslöser sind Influenzavirus, Parainfluenzavirus, Rhinovirus, Adenovirus, Coxsackievirus, ECHO-Virus. Bakterien, die eine Bronchitis hervorrufen können, sind z.B. Streptokokken, Staphylokokken oder Hämophilus influenzae. Häufig pfropft sich eine bakterielle Entzündung auf die virale auf, dieses Phänomen wird als bakterielle Superinfektion bezeichnet. Andere, seltenere Ursachen einer Bronchitis sind Pilzinfektionen oder nichtinfektiöse Ursachen wie Schadstoffe (Staub) oder Reizgase. Die Kälte in den Herbst- und Wintermonaten begünstigt die Entstehung einer infektiösen akuten Bronchitis. Die meisten viralen Erreger werden leicht von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion übertragen.

Symptome

Meist kündigt sich der Infekt durch grippeähnliche Symptome an (Müdigkeit, Abgeschlagenheit, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskel- und Gliederschmerzen Kopfschmerzen). Typische Krankheitszeichen sind Hustenreiz, spärlicher Auswurf, leichtes Fieber. Der Husten tritt anfangs meist als trockener Reizhusten auf und kann sehr schmerzhaft und quälend sein. Nachts hindert der Husten den Kranken oft am Schlafen. Der Infekt kann, muss aber nicht, von Fieber begleitet sein. Weitere Symptome können geschwollene Lymphknoten am Hals, Schluckbeschwerden, Heiserkeit, belegte Stimme, verstopfte Nase und Druckgefühl auf den Ohren sein. Dyspnoe (Luftnot) gehört typischerweise nicht zu den üblichen Symptomen einer akuten Bronchitis. Ist aber der Betroffene Asthmatiker oder leidet an einer anderen chronischen Lungenerkrankung, kann es häufig zum Auftreten von Luftnot kommen. Diese Patienten sollen dann unbedingt den Arzt aufsuchen da bei ihnen die Erkrankung oft schwerer verläuft und intensive Therapiemaßnahmen notwendig sind.

Therapie

Einer akute Bronchitis wird in der Regel zunächst symptomatisch behandelt. Die wichtigsten Maßnahmen sind körperliche Schonung, erhöhte Flüssigkeitszufuhr, eventuell Sekretolytika (schleimlösende Mittel) . Antibiotika sind nur dann angezeigt, wenn die Bronchitis bakteriell bedingt ist oder im Verlauf der Krankheit eine bakterielle Entzündung hinzu kommt. Präventiv wäre die Vermeidung von Kontakt zu Erkrankten die wichtigste Maßnahme.

Komplikationen

Aus einer eitrigen Bronchitis kann sich auch eine Lungenentzündung entwickeln, was sich in der Regel in einem Anstieg des Fiebers und vermehrtem Krankheitsgefühl äußert. (s. Lungenentzündung

 

   Projektträger Bundesministerium für Bildung  und Forschung    Projektträger Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

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