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Entzündung der oberen Luftwege

Laryngitis

Laryngitis ist eine durch Virusinfektion ausgelöste Kehlkopfentzündung, die zu Einengung der oberen Atemwege führt und am häufigsten durch Parainfluenza-Viren (50% der Fälle), seltener durch Influenza-, Rhino-, RS-, Adeno- oder Masern-Viren ausgelöst wird. Die Übertragung dieser Viren erfolgt durch Tröpfcheninfektion, also durch Husten, Niesen oder engen Kontakt mit Erkrankten.

Symptome

Neben den Erkältungszeichen nächtlicher, bellender Husten, Heiserkeit und Atemnot mit pfeifendem Atemgeräusch bei der Einatmung. Zeichen für schwere Atemnot sind Einziehungen der Nasenflügeln beim Atmen, zunehmender Stridor, Blässe, Zyanose, d.h. bläuliche Verfärbung um die Lippen, und beschleunigte Atmung.

Therapiemaßnahmen

In der Regel ist der Verlauf mild und bessert sich durch einfache Maßnahmen wie Stimmschonung, Rauchkarenz, feuchte Atemluft, warme, aber keine heißen Getränke und Inhalationen.

Medikamentöse Therapie:

  • Antitussiva (Hustenmittel)
  • Expektoranzien (Schleimlösende Mittel)
  • abschwellende und reizlindernde Tropfen
  • ggf. Antibiotika

Bei schweren Verläufen ist eine Krankenhauseinweisung notwendig.

Tonsillitis

Die akute Mandelentzündung (Tonsillitis acuta, Angina tonsillaris) ist eine, meist bakteriell verursachte plötzlich einsetzende Entzündung der Gaumenmandeln. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten. Kinder und junge Erwachsene sind aber am häufigsten betroffen. Bei den Bakterien handelt sich vor allem um Streptokokken sowie Pneumokokken, Staphylokokken oder Haemophilus influenzae u.a.. Die akute Tonsillitis ist meist mit einer entzündlichen Vergrößerung der Mandeln verbunden.

Typische Symptome sind Halsschmerzen, gerötete geschwollene Tonsillen (manchmal mit Stippchen und Belägen), Fieber, Schluckschmerzen, ggf.“klosige“ Sprache, schmerzhafte geschwollene, Kifferwinkellymphknoten, Krankheitsgefühl. Bei Kindern häufig Bauchschmerzen mit Erbrechen.

Therapie

Durch Viren verursachte Mandelentzündung bedarf meist keine spezifische Therapie. Schmerzstillende und Fiebersenkende Mittel, sowie körperliche Schonung sind in der Regel ausreichend. Streptokokken bedingte Tonsillitis muss mit Antibiotika (Penicillin-V) behandelt werden.

Komplikationen

Es ist wichtig die vorgeschriebene Behandlungsdauer (mind. 10 Tage) einzuhalten auch wenn die Beschwerden nachgelassen haben. Die entzündeten Mandeln können nämlich ein Ausgangsherd (Fokus) für andere Erkrankungen sein. Die Erreger gelangen in die Blutbahn und breiten sich im ganzen Körper aus. Mögliche ernste Spätkomplikationen bedingt durch Streptokokken sind akutes rheumatisches Fieber, Glomerulonephritis oder Endokarditis.

Eine Gefahr besteht nun darin, dass Das kann zu schweren Erkrankungen in anderen Organen führen wie z.B.

 

   Projektträger Bundesministerium für Bildung  und Forschung    Projektträger Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

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