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Physiologische Belastungscharakteristik des Volleyballs

Volleyball - Aneinanderreihung von kurzen Belastungsphasen

Volleyball ist gekennzeichnet durch

  • kurze Belastungsphasen
  • einen engen Bewegungsraum
  • schnellkräftige Bewegungen der Bein- (Sprünge) und Armmuskulatur (Schmetterschlag)
  • hohe Anforderungen an das Reaktionsvermögen.

Genaue Angaben zum Verlauf und zur Art und Dauer der Belastungen auf der Basis von Spielbeobachtungen lassen sich nur in wenigen Veröffentlichungen finden.

Voigt et al. (1985) untersuchten die Dauer der Ballwechsel innerhalb eines Wettkampfspiels von internationalen Leistungsspielern. Über 50 % aller Ballwechsel lagen unterhalb von 5 s, nur 1 % dauerte über 17 s (92).

Viitasalo et al. (1987) ermittelten eine Pausenlänge zwischen den einzelnen Ballwechsel von maximal 25 s bei den Netzspielern und 44 s bei den Rückraumspieler (91).

Prozentuale Verteilung der Ballwechseldauer (92)

  

Belastung im Wettkampf

Künstlinger et al. (1987) untersuchten das Laktatverhalten während verschiedener Wettkampfspiele in der ersten Bundesliga. Sie ermittelten einen Laktatwert von im Mittel 2.5 mmol l-1. Nur bei einem Spieler wurde ein Wert über 4.0 mmol l-1 registriert (55).

Zu ähnlichen Ergebnissen kamen Voigt et al. (1985) bei Laktat-Messungen in verschiedenen Leistungsklassen. Bei den Männern ergaben sich Werte
 zwischen 1.4 und 1.8 mmol l-1, bei den Frauen zwischen 1.5 und 2.2 mmol l-1. Dabei fanden sich die jeweils höheren Werte bei den hochklassigen Mannschaften (92).

Anforderungsprofil Volleyball

  • Die schnellkräftigen Bewegungen (Sprünge, kurze Sprints etc.) werden über die anerobe alaktazide Energiebereitstellung gewährleistet. Aufgrund der relativ langen Pausen zwischen den Ballwechseln besteht die Möglickeit die muskulären Energiespeicher entsprechend aufzufüllen.
  • Eine ausgebildete aerobe Grundlagenausdauer verkürzt die kurz- und langfristige Regneration während und im Anschluss des Spiels bzw. Trainings.