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Anabole Wirkstoffe

Anabole Wirkstoffe unterscheiden sich in zwei Gruppen, die der anabol androgenen Steroidhormone und die Gruppe der ß2-Agonisten.

Anabol androgene Steroidhormone zählen zu den am meisten missbräuchlich verwendeten synthetischen Anabolika.
Zu ihnen gehören auch Nadrolon, Metandienon, Stanozolol und Metenolon. Seit 1976 ist die Anwendung verboten, seit den Olympischen Spielen 1984 wurde auch die Anwendung des körpereigenen Steroidhomrons Testosteron verboten. Seit 1998 werden vor allem in den USA vermehrt sogenannte Prohormone von Testosteron und Nandrolon in Nahrungsergänzungsstoffen gehandelt. Auch diese Anwendung ist im Sport verboten.

Alle synthetischen Steroide sind abgeleitet vom Testosteron und haben eine anabole sowie androgene Wirkungsweise.

Urspünglich zur Behandlung oder Therapie bei katabolen Zuständen nach Verletzungen war nur eine anabole Wirkung erwünscht, die androgene, sprich vermännlichende Wirkung sollte möglichst unterdrückt bleiben. Die ß2-Agonisten werden in erster Linie zur Therapie von Asthma eingesetzt und sind seit 1993 als Dopingsubstanzen verboten. Präparate wie Terbutalin, Salbutamol und Salmeterol sind jedoch zur Inhalation zugelassen (eine orale Applikation ist allerdings nicht erlaubt). Formoterol ist seit dem 01.09.2001 auch erlaubt, sofern eine therapeutische Anwendung begründet werden kann und beim zuständigen Verband gemeldet wurde.

Dazu wurden bereits in den 30 Jahren zahlreiche Hormone synthetisiert, die lediglich anabole Wirkung und möglichst keine adrogene aufwiesen. in den 50er - 70er Jahren dann schließlich kam es zur Synthetisierung hunderter von Substanzen, die auch in Tierversuchen getestet wurden. Im Humanbereich sind gezielte wissenschaftliche Untersuchungen aus ethischen Gründen nicht durchführbar.

Einige trotz Vorbehalten durchgeführte Untersuchungen zeigten, dass nach Einnahme leistungssteigernde Effekte beim Mann zu erkennen waren.

Darreichungsformen von anabolen Steroiden

Bei Frauen ist die Wirkung allerdings unumstritten.