spomedial - Sportmedizin interaktiv lernen


Zerebralparese im Erwachsenenalter

Krankheitsbild

Die Zerebralparese zeigt sich in verschiedenen Hauptmerkmalen:

  • Hemiparese (armbetont) oder
  • Tetra- oder Paraparese (inkl. Sensibilitätsstörungen)
  • beinbetonte zerebrale Diplegie mit überwiegender Spastik in den Adduktoren und Fußsenkern
  • Athétose double oder Choreaathétose
  • Ataxie
  • Epilepsie bei 30 % aller Fälle

zur Teilnahme am Sport

Kontraindikationen

Ziele der Sporttherapie

  • Förderung der Muskelkraft
  • Gleichgewichtsschulung
  • Förderung der Lokomotion
  • Förderung der Steh- und Gehfähigkeit
  • Förderung der Orientierungsfähigkeit
  • Förderung der Wahrnehmung (besonders beim Neglectsyndrom)
    - visuell
    - somato-sensible
    - vestibulär
  • Schulung des Gedächtnis

Auswahl der Sportarten (Anforderungsprofil)

2-3 Mal pro Woche 30-60 Minuten ganzjährlich an einer bewegungstherapeutischen Intervention teilnehmen.

bei Gehfähigkeit:

  • Aquagymnastik/ Aquajogging/ Schwimmen
  • Hippotherapie/ Reiten
  • Walking/ Nordic Walking
  • Hallengymnastik
  • Jogging
  • Fahrradfahren mit Stützrad und Sitzgurt
  • sämtliche Sportarten, die dem Patient/ der Patientin Spaß machen
  • Teilnahme am Schulsport für Kinder (integrativer Unterricht)

für Rollstuhlfahrer:

  • Hippotherapie/ Reiten
  • Rollstuhlrugby
  • Handbiking

Gymnastik alleine zu Hause:

  • Übungsauswahl für zu Hause zum täglichen Training

Spezielle methodische Aspekte

In der Frühphase der zerebralen Parese werden folgende Methoden angewandt:

  • Bobath
  • PNF
  • Rood
  • Brunnstöm
  • Vojta

Im Sport:

  • Gangschule
  • Gleichgewichtstraining
  • Krafttraining in der Gruppe oder an Geräten
  • Ausdauertraining

Belastungskontrolle

  • Herzfrequenzmessung
  • subjektive Belastungsempfindung