spomedial - Sportmedizin interaktiv lernen


Prävention

"Ein Gramm Prävention ist mehr wert als ein Pfund Therapie" (33)

  
Fig: Gesundheitsausgaben in Deutschland im Jahr 2000 (117)


  • Herzkreislauf-Erkrankungen bzw. Behandlung von Risikofaktoren Männer 49 %, Frauen 34 %
  • Erkrankungen des passiven Bewegungsapparates Männer 19 %, Frauen 11 %
  • Krebserkrankungen Männer 8 %, Frauen 8 %.

Als häufigste Diagnose im Krankenhaus werden sowohl bei Männern als auch bei Frauen genannt (117) :

Lebensstil und Gesundheit

Gerade bei den genannten Krankheitsbildern ist die positive Wirkung präventiver Maßnahmen unumstritten. Die eingesetzten präventiven Maßnahmen zielen in erster Linie darauf ab

  • gesunden Lebensstil zu fördern
  • Schutzfaktoren zu stärken
  • mögliche Risikofaktoren auszuschließen oder zu mindern.

Verschiedene Lebensstile

Zu den Elementen einer gesunden Lebensführung gehören (54):

  • gesunde Ernährung
  • ausreichender Schlaf
  • Verzicht auf Zigaretten und Alkohol
  • sportliche Aktivität.

Kontraindiziert sind demgegenüber (54):

  • Rauchen
  • fettreiche und polysaccharid -lastige Kost
  • körperliche und seelische Belastungen am Arbeitsplatz
  • zu wenig Bewegung.

Präventive Sportmedizin

Innerhalb der Epidemiologie und Sportmedizin wird der Einfluss der körperlichen Aktivität auf verschiedene Gesundheits- aber auch Krankheitsfaktoren untersucht und mögliche Wechselwirkungen mit anderen Faktoren aufgeklärt sowie entsprechende Empfehlungen für die Art und Intensität der Belastung gegeben.


Je nach Gesundheitszustand handelt es sich dabei um primär-, sekundär-, und tertiärpräventive Maßnahmen.


Primärprävention wendet sich an vollständig Gesunde, um so rechtzeitig gesundheitliche Schädigungen zu vermeiden.

Sekundärprävention richtet sich an Patienten und Patientinnen, die bereits einem gesundheitlichen Risiko, zum Beispiel in Form von Risikofaktoren wie Hypertonie oder Diabetes mellitus ausgesetzt sind.

Tertiärprävention tritt erst nach einem irreversiblen Ereignis wie einem Herzinfarkt ein und versucht, eine weitere Schädigung zu vermeiden.

Die Kombination macht's

Die Verordnung körperlicher Aktivität stellt dabei eine Möglichkeit präventiver Maßnahmen dar, die jedoch durch die Beeinflussung des gewohnten Lebensstils ergänzt werden sollte, um eine möglichst große Effektivität zu erreichen. Beispielsweise zeigte sich, dass Interventionen zur Gewichtsreduktion am erfolgreichsten waren, wenn eine Kombination aus Diät und körperlicher Belastung gewählt wurde (92).

Desgleichen ließ sich ein direkter Einfluss der körperlichen Aktivität auf den Lebensstil feststellen. Körperlich Aktive neigen eher zu gesünderen Verhaltensweisen als Inaktive (87).

  
Fig: Körperliche Aktivität und Gesundheitsverhaltensweisen (87)


Inhalte des Kurses

Der Kurs Prävention unterteilt sich in zwei Module:

  • "Lebensstil und Gesundheit" gibt einen Überblick über den Bereich Lebensstil und seinen Einfluss auf die Gesundheit.
  • "Körperliche Aktivität und Gesundheit" stellt den Stellenwert der Bewegung in der Prävention dar.

Lernvoraussetzungen

  • Kenntnis der Risikofaktoren
  • Kenntnis verschiedener Alterserkrankungen
  • Kenntnisse im Bereich Ernährung

Lernziele

  • Zusammenhang zwischen Lebensstil und Gesundheit
  • Einflussmöglichkeiten körperlicher Aktivität auf die Gesundheit