spomedial - Sportmedizin interaktiv lernen


SCUBA Rebreather

Das Tauchen mit Kreislaufgeräten (SCUBA Rebreather) unterscheidet sich vom Tauchen mit konventionellen Drucklufttauchgeräten (DTG) durch eine veränderte Gerätetechnik, die bis vor wenigen Jahren hauptsächlich im militärischen Bereich eingesetzt wurde. Aufgrund der komplizierten Gerätetechnik erfordert das aktive Kreislauftauchen vom Anwender eine weiterführende Spezialausbildung als die der konventionellen Sporttauchausbildung.

Der größte Teil der Sporttaucher tauchen mit einem so genannten offenen System, d. h. der Sporttaucher inspiriert mit jedem Atemzug Frischgas aus der Vorratsflasche und gibt in der Exspiration Gas ins Wasser bzw. an die Umgebung ab. An der Wasseroberfläche wird dabei in Ruhe oder bei leichter Arbeit der Sauerstoffanteil von ca. 21% in der Einatmung auf ca. 15% bis 16% in der Ausatmung gesenkt. Ein Großteil des angebotenen Sauerstoffs kann nicht genutzt werden. Unter hyperbaren Bedingungen ist die O2-Ausschöpfung der Atemluft sogar noch schlechter, weil die Ventilation im Wesentlichen vom arteriellen pCO2 abhängt. Die Zusammensetzung der Ausatemluft hat keinen direkten Einfluss auf den Atemantrieb. Wertvoller Sauerstoff wird also regelrecht "vergeudet", die Tauchzeit also aufgrund des limitierten Luftvorrates in der Druckluftflasche begrenzt .

Technik des SCUBA Rebreather

Im Gegensatz dazu erlaubt das Tauchen mit SCUBA Rebreather eine gesteigerte Ausnutzung des Atemgases, da das ausgeatmete Gas in einen Kreislauf zur Wiederatmung geleitet und dort "regeneriert" wird. Damit ist eine Verlängerung der Tauchgangsdauer möglich und die Dekompression kann optimiert werden.
 In der Animation wird dieser Regenerationsprozess deutlich: Das exspirierte Gas durchläuft im Kreislauf mit jedem Atemzug eine Atemkalkpatrone, durch die das CO2 des exspirierten Gases absorbiert wird. Dem nun CO2-gereinigten Gas fehlt allerdings noch der notwendige O2-Anteil, der u. a. mit Frischgas im Einatembeutel dazu gemischt wird. Dort wird das nun regenerierte Gas zum Mundstück geleitet, so dass dem Sporttaucher bei jeder Inspiration somit wieder ein mit Sauerstoff ausreichend angereichertes Einatemgas zur Verfügung steht.

Allerdings können beim Kreislauftauchen spezielle Tauchmedizinische Probleme auftreten :

  • Kohlendioxidvergiftung (Hyperkapnie)
  • Sauerstoffvergiftung (Hyperoxie)
  • Sauerstoffmangel (Hypoxie)
  • Verätzungen durch Atemkalk